Brichd

Alle Jahre wieder meldet sich die Pfadi St.Martin-Ursula mit einem kurzen Jahresbericht über das Pfadileben. Auch dieses Jahr war gefüllt mit zahlreichen Samstagen, wo wir heldenhaft Walter suchten, Trolle verjagten, und jeden Tag eine weitere gute Tat taten...
Hier ein wenig über unsere Highlights des Jahres 2008:
Pfingstlager, 10.-12.05.08 in Vicques
Zuerst einmal ein grosses Lob an unsere Kinder, welche mehr oder weniger ohne grosses Murren den langen und steilen Weg bis ins Naturfreundehaus hochkletterten!! Auf der Suche nach dem goldenen Ei traffen wir auf verschiedene Proffessoren, Schatzsucher, weise Frauen und andere Gestalten. Ausserdem weckten wir jede Nacht die armen Naturfreunde, welche dies ersaunlicherweise jedoch sehr locker sahen. Am Ende bestanden wir jedoch sämtliche schwierigen Aufgaben und schafften es sogar, dass das Ei schlüpfte. Das Tier, das herauskam (es streiten sich noch immer die Geister, ob es ein Drache oder ein Huhn war) schenkte uns einen Wunsch. Nach kurzem Überlegen entschieden wir uns für Mohrenköpfe. Ist doch klar!
Bundeslager, 21.07.-02.08.08 bei Buttikon, Gemeinde Schübelbach
Ja, wir waren 40 St.Martin-Ursulaner unter den insgesamt 25'145 Pfadis, die diesen Sommer die Linthebene besiedelten. Unsere PTA (Pfadi trotz allem) waren eine Woche im Unterlager 7 "Contura Vitae" und die 2.Stufe im Unterlager 5 "Terra Nova". Alles in allem waren die zwei Wochen geprägt von heissem Wetter, abgelöst von kurzen, heftigen, Wind-Panik-Evakuations-Attaken, viel zu viel Essen, unendlich vielen neuen Bekanntschaften mit Pfadis aus der ganzen Schweiz, ganz neuartigen Problemen (Magen-Darm-Epidemie auf ToiToi's, "wie organisiere ich eine Nachtübung, ohne dass es die Nachbarn merken" ((war verboten!)) und Essensmaterialtransport für 30 Personen ohne Wagen), einem riesigen organisatorischen Aufwand für alle Beteiligten, aber der beeindruckenden Leistungen von zahlreichen Helfern, die zum Teil bis zu vier Wochen in der Linthebene festsassen und freiwillig die riesigen Bauten zuerst aufstellten und nach 2 Wochen wieder abbauten. Wir kamen also alle mit einem riesigen Rucksack an Eindrücken nach Hause. Es ist schwierig, all diese Eindrücke in einen Satz zu packen! Ich entschuldige mich für diesen Maratonsatz.
Übertritt, 16.08.08, Landskron
Endlich war es soweit und die Pfadi St.Martin-Ursula gründete eine Pionier-Gruppe (3.Stufe). Am Samstag, 16.08.08 traten nach abenteuerlichen Burggeschehnissen 11 Pfadis unter der Leitung von Nijani und Rakito über. Seither treffen sie sich jeden Samstag und planen ihre grossartigen Projekte.
Pfarreifest, 29.-30.08.08
Wir Pfadileiter hatten dieses Jahr das Vergnügen, am Pfarreifest das Raclettestübli zu betreiben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem optimalen Schmelzpunkt des Käses warteten wir auf den grossen Ansturm. Zu unserer Entttäuschung kam dieser erst, als wir kaum Käse mehr hatten. Fazit: wir konnten zwar mehrere Wochen keinen Käse mehr riechen, dafür sind wir Profis im Raclette Business und freuen uns aufs nächste Pfarreifest, wo wir uns gerne wieder zur Verfügung stellen werden.
Herbstlager, 27.09.-01.10.08 in Assens
Mit ca 20 Wölfli zogen wir für ein paar Tage in das wunderschöne Häuschen am Waldrand von Assens ein. Dort drehte sich alles um die Traumfabrik. Wir begegneten vielen verschiedenen Gestalten wie einem Indianer, einem Proffessor und leider auch zahreichen Alpträumen. Mit viel Mut und Geschick gelang es uns aber diese auszulöschen und uns wieder schöne Träume zu bescheren.
Anmerkung in eigener Sache:
Per Januar 2009 gebe ich mein Amt als Abteilungsleiterin an Keelah weiter. Ich möchte mich für die vielen tollen Jahre in der besten Abteilung der Welt bedanken! Ohne die wunderbare Unterstützung von zahlreichen Eltern, tollen Kindern, engagierten Leitern und Helfern an allen Ecken und Enden, hätten wir die Abteilung nie zu dem machen können, was sie heute ist!
Svan, dangge, dass du mir immr dr Rugge gschderggt hesch, mi mit Organisation und dim Baschdeltalänt versorgt hesch und s mit dir au blöddlig Schbass machd, e Etat uszfülle. Keelah, dangge, dass ych in dir mi perfeggte Ersatz gfunde ha und ganz entschbannt ka go will ych wäiss, dass du das Kind scho wirdsch schauggle. Liebi Läitr, dangge, dass dir sone guete Tschobb mached, und miteme rise Ongaschmo und Motivation unserne Kindr so vyl gänd!
Ich nehme so viele Erinnerungen und Eindrücke aus den vergangenen 17 Jahren mit und freue mich, dass ich weiterhin als (nun halt eher Passiv-) Mitglied einen Teil von diesem Sauhuffe sein darf. Vom besten und liebenswertesten Sauhuffe, den man sich vorstellen kann! Dangge!
Acqua